Deutsche holen 1. und 3. Platz in Frankreich

Sehr erfolgreich kehrten die beiden deutschen Teams von dem kleinen Turnier in Frankreich wieder: Das Herren-Mixteam wurde verdient Turniersieger, die Damen belegten nach ebenfalls toller Leistung den 3. Platz!

Dieses internationale Intercrosseturnier in dem kleinen französischen Städtchen St. Lupicin nahe der Schweizer Grenze, gelegen inmitten von Bergen und Nadelwäldern, richtete die Gastgebermannschaft erstmals aus.

Da die Teilnehmerzahl leider auf sechs Teams begrenzt war, wurde es dann doch eher ein nationales Ereignis mit vier französischen Mannschaften und den Gästen aus Deutschland als einzige ausländische Teilnehmer.

Die Deutschen Intercrosser wollten das Turnier vor allem als Vorbereitung auf den World Cup 2012 in Prag nutzen. Aus diesem Grund reisten in den beiden Mixteams, unter Leitung der beiden Nationaltrainer Sebastian Krabbe (Herren) und Dominik Gerhard (Damen), auch nur potenzielle Kandidaten für die Nationalmannschaften mit. Neben diesem sportlichen Aspekt entschlossen sich die Deutschen auch für dieses Turnier um das noch junge Team aus St. Lupicin zu unterstützen, neuen Kontakt aufzubauen und so die Sportart in Europa weiter zu fördern.

Die Herren setzten sich zusammen aus: Sebastian Krabbe, Dominik Gerhard, Christian Treis, Moritz Pietrass, Kapitän und Torhüter Birk Berger (alle Langenberg), Sven Kaiser (Ratingen), Manuel Hollmann (Bad Marienberg) und Michael Baginski (Bielefeld). Da ursprünglich die Langenberger mit einem eigenen Team an dem Turnier teilnehmen wollten und erst später dieses Mixteam daraus wurde, traten sie auch unter dem Namen L.A. Panthers an.

Herren

Herren

Bei den Damen im Team waren Franziska Niemeyer und Torhüterin Sandra Bökelmann (beide Bielefeld), Katharina Kohl (Essen), Annika Lohmann, Sabrina Strilziw, Liza Schröder und Kapitänin Lena Schröder (alle Langenberg). Sie liefen in den IVD-Trikots auf.

Damen

Damen

Das Turniersystem sah eine Gruppenphase mit zwei Dreier-Gruppen und die resultierenden Finalspiele für den Sonntag vor (1. vs 1. / 2. vs. 2. / 3. vs. 3.). Die Spieldauer dabei betrug 3×12 Minuten.

Die Damen bestritten ihr erstes Spiel gegen den Gastgeber aus St. Lupicin. Mit einer guten und geschlossenen Mannschaftsleistung gewannen sie 17-14.

In der zweiten Partie trafen sie auf die erfahrenen und favorisierten Franzosen aus St. Julien. Auch wenn vor der Begegnung nicht viele an einen Sieg glaubten änderte sich diese Einstellung schlagartig nach den ersten 12 Minuten. Die Damen waren fulminant in das Spiel gestartet und führten mit 8-6. Ein Sieg schien nun nicht mehr im Bereich des Unmöglichen, auch wenn es noch ein hartes Stück Arbeit war. Gegen die individuell stärkeren Franzosen setzten die Damen ihren Kampfgeist und ihr tolles Teamplay entgegen. Nach einem intensiven zweiten Drittel stand es nun Unentschieden 10-10. Im entscheidenden letzen Drittel brachen die Damen dann leider ein und die Spieler von St. Julien setzten ihre ganze Erfahrung in 8 Tore um. Am Ende stand ein 11-18 aus Sicht der Damen auf der Anzeigetafel. Man muss klar sagen, dass dieses deutliche Ergebnis den Spielverlauf nicht wiederspiegelte und der tollen Leistung der Damen nicht gerecht wurde. Zwei Drittel lang war der Überraschungssieg möglich, doch wie so oft setzte sich letztendlich die Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor durch.

Bei den Herren verlief die Gruppenphase mit zwei Siegen durchaus erfolgreich. Das erste Spiel gegen „Lons le Saunier“ endete 13-4. Auch wenn das Ergebnis recht klar war, lief noch nicht alles rund bei den Deutschen. Da das Team in dieser Konstellation bisher noch nie zusammengespielt hatte, gab es noch einige Abstimmungsschwierigkeiten bei Pässen und Laufwegen. Die Defensive, welche für Trainer Sebastian Krabbe bei diesem Turnier besonders im Vordergrund stand, funktionierte dagegen schon sehr gut.

Im zweiten Spiel gegen die noch sehr jungen und unerfahrenen Franzosen aus Frangy zeigten die Deutschen dann mal welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Mit vielen tollen Kombinationen, super herausgespielten Toren und ein sicheren Defensive gewannen sie mit 30-6.

Nach einer Nacht im Hotel ging es Sonntag Morgen in die Finalspiele.

Die Damen spielten gegen Lons le Saunier um Platz 3. Mit einer engagierten Leistung gewannen sie das Spiel 10-8 und sicherten sich so einen Platz auf dem Treppchen.

Trainer Dominik Gerhard kann mit dem Turnierverlauf der Damen sehr zufrieden sein und wird viele neue Erkenntnisse gewonnen haben. Ein Sieg gegen St. Julien wäre natürlich die Krönung gewesen, doch auch so überzeugte die Mannschaft mit tollem Zusammenspiel, Teamgeist und einer soliden Verteidigung. Es ragte auch keine Spielerin besonders raus, sondern alle zeigte gute Leistungen. Einzig Torhüterin Sandra Bökelmann muss man hervorheben, da sie trotz geringer Erfahrung einen wirklich tollen Job zwischen den Pfosten erledigte.

Im Finale ging es für die Herren gegen St. Julien. In keinem herausragenden aber doch guten Spiel holten sie mit einem 19-14 Sieg den Turniersieg!

Erstmals also kann sich eine deutsche Intercrosemannschaft über den 1. Platz bei einem ausländischen Turnier freuen. Bei den hohen Ansprüchen von Trainer Sebastian Krabbe lief im Spiel der Herren noch nicht alles perfekt aber auch schon einiges sehr gut. Gerade die Verteidigungstaktik, ein spezielle Variante des Pressings, zogen die Spieler konsequent und sehr wirkungsvoll durch. Und auch in der Offensive konnte man schon einige tolle Kombinationen, vor allem gegen das überforderte Frangy, bewundern.

Fazit des Wochenendes: Das kleine Turnier im unscheinbaren St. Lupicin war eine tolle Vorbereitungsmöglichkeit für die beiden Nationalmannschaften im Hinblick auf den World Cup im nächsten Jahr. Das Potenzial sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ist groß und konnte in Ansätzen auch schon entfaltet werden. Auf diese Grundlagen können die beiden Trainer im Nationalmannschaftstraining aufbauen. Bei den Damen findet dies schon regelmäßig monatlich statt, für die Herren geht es ab Januar dann auch endlich wieder los.

Im Frühjahr sollen einige weitere internationale Turniere einer optimalen Vorbereitung auf das Großevent im Sommer in Tschechien dienen.

Einen großen Dank gebührt dem Hauptorganisator aus St. Lupicin: Alain Piard! Für das erste internationale Turnier seines Vereins hat er tolle Arbeit geleistet und zudem große Gastfreundschaft vor allem gegenüber den Deutschen gezeigt.

Moritz Pietrass

Ergebnisse:

Gruppe 1

St. Lupicin – St. Julien 5-29

Damen – St. Lupicin 17-14

St. Julien – Damen 18-11

Gruppe 2

Herren – Lons le Saunier 13-4

Lons le Saunier – Frangy 24-12

Herren – Frangy 30-6

Spiel um Platz 5

St. Lupicin – Frangy 24-14

Spiel um Platz 3

Lons le Saunier – Damen 8-10

Finale

Herren – St. Julien 19-14

Platzierungen:

1. Deutsches Herren-Mixteam (L.A. Panthers)

2. Saint Julien

3. Deutsches Damen-Mixteam

4. Lons le Saunier

5. Saint Lupicin

6. Frangy

Dieser Artikel wurde am 14. Dezember 2011 veröffentlicht.
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