IVD führt Schiedsrichterwesen ein

Mit dem Schiedsrichterlehrgang vom 03. März 2012 in Bad Marienberg hat der Intercrosse Verband Deutschland e.V. (IVD) erstmals ein geregeltes Schiedsrichterwesen eingeführt, um vor allem dem hohen Niveau der Deutschen Intercrosse Liga gerecht zu werden. Auch soll das Ansehen des Intercrosse in Deutschland durch gut ausgebildete Schiedsrichter weiter steigen.

Am 03.März dieses Jahres haben sich knapp 40 Teilnehmer zum Schiedsrichterlehrgang in Bad Marienberg eingefunden.
„Wir freuen uns sehr über diese hohe Teilnehmerzahl. Vor allem aber freuen wir uns, dass neben den Teilnehmern der Teams der deutschen Intercrosse Liga auch weitere interessierte Intercrosser den Weg nach Bad Marienberg gefunden haben.“, so Lars Kaiser, Präsident des IVD.

Carsten R. Schöttler, Schiedsrichterobmann des IVD, leitet das Seminar

Denn neben den Teilnehmern der Mannschaften aus Brackwede, Bad Marienberg, Essen, Langenberg und Ratingen durfte der Schiedsrichterobmann des IVD, Carsten R. Schöttler, auch Mitglieder der Teams aus Trier und Pirna begrüßen.

In dem vierstündigen Lehrgang wurde zunächst ein neues Schriftstück des IVD vorgestellt, bevor das offizielle Regelwerk detailliert besprochen und erläutert wurde.

Zu Beginn des Seminars stellte Carsten Schöttler die neue Schiedsrichterordnung (SrO) vor. Diese regelt die Rechte, Pflichten und Aufgaben der Schiedsrichter, Vereine und des Verbandes im Schiedsrichterwesen. Vor allem soll die SrO den Schiedsrichtern als eine Art Handbuch dienen, damit sie mehr Sicherheit in der Ausübung Ihres Amtes durch geregelte Abläufe gewinnen.

Mit dem zweiten Teil des Lehrgangs begann der Einstieg in das offizielle Regelwerk des internationalen Intercrosse Verbandes (FIIC). Hierbei wurde zunächst drauf hingewiesen, dass ein Schiedsrichter nicht unbedingt jede Regel im Detail kennen muss, um ein Spiel leiten zu können.

„Uns ist wichtig, dass die Teilnehmer verstehen, dass sie nicht auswendig wissen müssen, wie schwer zum Beispiel ein Intercrosseball sein muss, um ein Spiel gut leiten zu können. Wir wollen ihnen zeigen, welche Teile des Regelwerkes bei der Ausübung ihrer Tätigkeit entscheidend sind.“, so Sebastian Krabbe, Leiter des Organisations-Teams.
Dementsprechend wurden im zweiten Teil des Seminars alle wichtigen Bereiche des Regelwerkes vorgestellt und es wurde gezeigt wie diese Regeln im Zusammenhang zu sehen sind. Dabei wurde teilweise sehr detailliert auf die Regeln eingegangen und es entstanden an manchen Stellen sehr gute und konstruktive Diskussionen zum Thema Regelauslegung. „Ich doziere hier 100% harte Regelauslegung, in der Hoffnung, dass die Schiedsrichter unter Stress in laufenden Spielen mit ca. 80% Regelauslegung arbeiten.“, kommentierte Schiedsrichterobmann Carsten Schöttler diesen Teil des Lehrgangs mit einem Augenzwinkern.

Handzeichen für einen Stickschlag

Besonderes Highlight für die Teilnehmer war die Einführung offizieller Schiedsrichter Handzeichen. Diese Zeichen erleichtern den Schiedsrichtern ihre Arbeit und bringen Ihnen weitere Sicherheit, da sie nun nach dem Pfiff genau anzeigen können, warum sie gepfiffen haben.

Am Ende des Seminares wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass dies nur die Auftaktveranstaltung im Bereich Schiedsrichterwesen war. Weitere Veranstaltungen, dann auch hoffentlich mit praktischen Teilen, werden folgen.

Carsten Schöttler

Die Dokumente des Lehrgangs zum download:

Schiedsrichterordnung

Schiedsrichterordnung Anhang (Handzeichen)

Die PDF des Lehrgangs

Dieser Artikel wurde am 17. März 2012 veröffentlicht.
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