Typisch Deutschland! Halbfinal-Trauma Italien

Am Wochenende des 13./14. Oktobers fand der traditionelle Greenbuzzard Cup zum 15. Mal statt.Austragungsort war, wie schon all die Jahre zuvor, Rickenbach ein kleines Dorf im Kanton Luzern in der Schweiz.

Dieses Jahr stand das Turnier allerdings unter einem schlechten Stern. Eine Woche vor dem Turnier hatten sich lediglich fünf Mannschaften angemeldet. Spontan entschieden sich die Intercrosser der Langenberger Sportgemeinschaft e.V. auch teilzunehmen, wodurch die Teilnehmerzahl auf sechs anstieg. Neben Torhüter Birk Berger und Spielertrainer Sebastian Krabbe, gehörten auch Christian Treis, Sabrina Strilziw, Annika Lohmann und Liza Schröder zu den Panthers, die in die Schweiz fuhren. Michael Baginski vom CVJM Brackwede machte die Langenberg Panthers komplett. Nach der letzten Teilnahme der Panthers am GB Cup im Jahr 2010, setzten sich die Langenberger wieder das Finale als Ziel.

 Schweizer „Oldies“ sorgen für Überraschung

Samstag trafen die Deutschen in ihren beiden Vorrundenspielen auf die PSBandits Prague aus Tschechien und die GB Revival Rickenbach. Die Rickenbacher waren ein Zusammenschluss von vielen ehemaligen Intercrossern, die viele Jahre in der Schweiz für die Greenbuzzards aktiv waren. Zu Beginn des Turnieres schlugen die Schweizer überraschender Weise die Bandits aus Prag mit zwei Toren. Gegen die starken Tschechen gab es im ersten Spiel mit deutscher Beteiligung eine Niederlage mit fünf Toren Unterschied. Die Panthers mussten sich trotz einer starken Defensivleistung, nach 2x 11 Minuten Spielzeit geschlagen geben. Im Spiel gegen die GB Revival konnten die Langenberger ein durchweg spannendes Spiel für sich entscheiden. Die „Oldies“ beim Turnier hatten nicht vergessen wie man Intercrosse spielt und machten es den Panthers das eine ums andere Mal schwierig. Nach den drei Spielen ergab sich eine interessante Endtabelle der Vorrunde. Auf Grund von einem Tor Unterschied, fanden sich die Deutschen auf dem letzten Platz wieder. Das beste Torverhältnis brachte die Tschechen auf den ersten Platz und die Schweizer knapp vor die Deutschen auf den zweiten Platz. In der anderen Gruppe belegten die Italiener aus Vercurago mit zwei Siegen den ersten Platz. Greenbuzzard Rickenbach schlugen ihren langjährigen Konkurrenten aus der Schweiz, die Hurricanes Herzogenbuchsee.

Im weiteren Verlauf des Turnieres trafen die Langenberger auf das Gastgeber Team aus Rickenbach. Früh konnten sich die Deutschen einen Vorsprung erarbeiten und ließen sich diesen bis zum Ende nicht mehr nehmen. Die Langenberger konnten im Verlauf des Turnieres mit einem guten Zusammenspiel auftrumpfen und alle Spieler konnten ihre Stärken einbringen. In dem anderen Viertelfinalspiel gab es dann die Sensation. Die Hurricanes besiegten die GB Revival in der Verlängerung mit einem Tor. Damit standen die Halbfinalspiele fest.

 Das alte Problem

Es kam, wie es kommen musste. Es gab eine Wiederholung vom Klassiker der letzten Jahre. Das Team aus Italien, ASD Victory Vercurago stand zwischen den Langenberg Panthers und dem Traum vom Finale vom Greenbuzzard Cup 2012. Um ihr Ziel zu erreichen, mussten die Panthers über sich hinauswachsen. Sie ergriffen früh die Initiative und konnten mit hoher Konzentration einen 3 zu 1 Vorsprung heraus arbeiten. Allerdings blieb es nicht dabei. Es sollte die letzte Führung der Deutschen sein. Die Italiener schossen immer und immer wieder aufs Tor, kämpften und ließen nicht nach. Trotz einer grandiosen Leistung von Birk Berger, mussten sich die Langenberger am Ende mit einigen Toren geschlagen geben. Es war nicht das typische Spiel der Panthers zu sehen. Das sonst so starke Zusammenspiel wurde in der kleinen Schweizer Halle zu diesem Zeitpunkt nicht aufgezogen. Die Qualität der Torabschlüsse aus deutscher Sicht ließ stark zu wünschen übrig. In der Defensivarbeit zeigten sich die Deutschen aber kämpferisch und machten es den Italienern nicht leicht. Am Ende hieß es trotzdem, wie so oft zuvor: Italien schlägt Deutschland. Im zweiten Halbfinale schlugen die Bandits die Spieler aus der Schweiz eindeutig und zogen neben den Italienern ins Finale. Der Wunsch nach einem Finale mit deutscher Beteiligung wurde nicht erfüllt.

Spiel um Platz 3

v.l.n.r: M. Baginski, S.Krabbe, S. Strilziw, L.Schröder, A. Lohmann, C.Treis Vorne: B. Berger

Am Sonntag wurden die Finalspiele in der regulären Spielzeit von 4x 12 Minuten gespielt. Für die Langenberger bedeutete es, ein letztes Mal für dieses Wochenende 48 Minuten zu kämpfen und damit den 3. Platz nach Deutschland zu holen. Früh im Spiel wurde allen Beteiligten klar, dass es ein spannendes Spiel werden würde. Die Deutschen konnten zwar eine Führung heraus spielen und diese auch bis zum Ende halten, allerdings war es ein hartes Stück Arbeit. Eine geschlossene Mannschaftsleistung in der Defensive und in der Offensive brachte schlussendlich den verdienten Sieger des kleinen Finales hervor.

Im Finale ließen sich die Spieler von Vercurago aus Italien den Turniersieg nicht nehmen und gewannen nach ebenfalls 4x 12 Minuten und holten einen weiteren ersten Platz für ihre Sammlung. Die Tschechen aus Prag belegten den 2. Platz. Im Spiel um Platz 5 mussten sich die Gastgeber der Greenbuzzard Rickenbach gegenüber dem Revival Team geschlagen geben und waren damit, wie schon viele Gastgebermannschaften zuvor, eine gastfreundliche Mannschaft. Die besseren Platzierungen wurden den Gästen überlassen.  ALLE ERGEBNISSE

 Weitere Titel

Bei der Siegerzeremonie gab es dann noch eine Überraschung für die Langenberger. Bevor die Pokale für die ersten drei Mannschaften offiziell übergeben wurden, verteilten die Gastgeber einige Auszeichnungen. Geehrt wurde der Kapitän der Schweizer Hurricanes als fairster Spieler des Turnieres. Bester Torschütze der Männer wurde ein alter Bekannter, Rocco Attina‘. Platz zwei ging an Ondřej Sochna von den PS Bandits und ebenfalls ein Tscheche, Tomáš Kačala holte sich den dritten Platz. Bei der Awardverleihung der weiblichen Torschützen kam es dann zum großen Jubel der Deutschen. Platz 2 teilten sich Liza Schröder und Sabrina Strilziw. Sie mussten sich lediglich von Annika Lohmann geschlagen geben, die den ersten Platz der Torschützinnen abräumte. Die Freude war kurz danach erneut auf der Seite der Deutschen. Birk Berger bekam die Auszeichnung als bester Torhüter des Turniers. Mit seinen zahlreichen Paraden und seinem guten Aufbauspiel verdiente Birk Berger diese Auszeichnung.

Nächstes Turnier im Dezember

Die Spieler der PS Bandits Prague teilten den Deutschen ausserdem mit, dass der alljährliche Christmas Cup in Prag am ersten Dezember Wochenende stattfinden wird (01./02. Dezember). Eine offizielle Einladung wird in der kommenden Zeit verschickt. Aber den Termin sollte jeder Interessierte im Auge behalten und sich im Kalender anstreichen.

 Sebastian Krabbe

Dieser Artikel wurde am 27. Oktober 2012 veröffentlicht.
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