Panthers stürmen die Höhle der Löwen

Die Langenberger L.A. Panthers gewinnen nach 2012 auch das zweite Intercrosse-Turnier der Pirna Lions in Sachsen.

Positiv ist aber vor allem auch die Entwicklung des Gastgebervereins aus Pirna und die zweite Turnierteilnahme von Leuchtturm Güstrow aus Mecklenburg-Vorpommern.

Zur zweiten Ausgabe des nationalen Turniers „In der Höhle der Löwen“ kamen in diesem Jahr sechs Intercrossemannschaften in den Osten von Deutschland in das schöne Städtchen Pirna, direkt an der Elbe gelegen und nur wenige Kilometer von Dresden entfernt. Erst vor einigen Wochen waren dort die letzten Wasserspuren des Hochwassers an den Häusern getrocknet, auch viele Mitglieder der Lions waren direkt betroffen. Mittlerweile sind die Schäden aber beseitigt und der Alltag ist wieder eingekehrt, das Turnier bot da eine willkommene Abwechslung. Aufgrund dieser Umstände war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten umso größer.

Intercrosse im Osten: Pirna und Güstrow

Die erst vor einigen Jahren gegründete Mannschaft der Pirna Lions weist eine hervorragende Entwicklung auf und der Kader wächst ständig. Aktuell betreuen einige Spieler des Teams zusätzlich eine Intercrosse-AG an einer Schule in Dresden um den Sport weiter zu verbreiten. Bei ihrem Heimturnier hatte die Mannschaft insgesamt 22 Spieler und Spielerinnen zur Verfügung. Daraus wurden zwei etwa gleichstarke Mannschaften geformt, „Pirna“ und „Lions“ und zudem zwei junge Spieler an das Mix-Team abgegeben.

Eine weitere sehr gute Nachricht für den Intercrosse in der Region ist die zweite Turnierteilnahme der Mannschaft vom Leuchtturm Güstrow. In der Kleinstadt aus dem Landkreis Rostock bietet die Jugendorganisation „Leuchtturm“, eine Art „Social Meeting Point“ in einem sozialen Brennpunkt, seit etwa 2 Jahren auch Intercrosse an. Die Idee kam durch einen Kontakt zu den Pirna Lions zu stande. Die Sportart scheint bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut anzukommen und wir hoffen dieses Projekt wird noch lange bestehen.

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Turnier-Tag 1

Als weitere Teams reisten die L.A. Panthers, die Essen Eagles und ein Mix-Team aus Ratingen, Bad Marienberg und Pirna an. Das Turniersystem sah eine klassische Gruppenphase mit anschließenden Finalspielen vor, so dass jede Mannschaft am Ende vier Spiele über die volle Dauer von 4×12 Minuten absolvierte.

Gruppe 1 (Panthers, Güstrow, Pirna) entschieden die Panthers aus Langenberg klar für sich. Gegen die sehr jungen und unerfahrenen Spieler aus Güstrow gab es ein deutliches 31:6. Im zweiten Spiel gegen eins der beiden Gastgeberteams aus Pirna siegten die Panthers mit 25:14, wobei die Langenberger die Partie erst in der zweiten Hälfte eindeutig gestalteten.
Für den Leuchtturm war in dieser Gruppe nicht viel zu holen. In ihremanderen Spiel unterlagen die Güstrower Pirna klar mit 2:23. Man kann den jungen Spielern bei ihrer erst zweiten Turnierteilnahme überhaupt, aber keinen großen Vorwurf machen.

In Gruppe 2 (Lions, Essen, Mix-Team) konnte das sehr stark besetzte Mix-Team seiner Favoritenrolle gerecht werden und die Gruppe mit zwei Siegen auf Platz 1 abschließen.
Im Mix-Team spielten zwei Ratinger, vier Bad Marienberger und zwei Pirnarer. Das Eröffnungsspiel des Turniers gewannen sie mit 22:13 gegen die Lions. Anfang des letzten Viertels hatten die Lions ihre beste Phase und konnten einige ungewohnte schwächen des Bad Marienberger Torwarts Sebastian Pfeiffer ausnutzen. Nachdem das Mix-Team dann aber noch einmal anzog wurde der Abstand bis zum Abpfiff doch sehr deutlich. Im zweiten Spiel gegen die Essener fuhr das Mix-Team einen 10 Tore Sieg ein (27:17).
Die Essen Eagles, welche sich in der letzten Ligasaison, unter dem neuen Trainer Dominik Drese, sowohl von der Kadergröße als auch spielerisch enorm verbesserten, hatten bei diesen Turnier leider mit einigen personellen Problemen zu kämpfen. Sie reisten mit 7 Spielern an, darunter einem Intercrosse-Anfänger im Tor, einem ehemaligen Trierer Spieler und einer befreundeten Tschechin zur Unterstützung. Zu allem Überfluss verletzte sich einer ihrer Spieler im ersten Spiel leicht, so dass er in der zweiten Partie gegen die Lions und auch in alle weiteren Spielen den Platz im Tor einnahm. Essen bestritt also beide Spiele mit kompletten Neulingen auf der wichtigen Torhüterposition. Doch trotz all diesen negativen Umstände holten sie gegen die Lions einen fulminanten 27:14 Sieg. Bei den Lions standen wie auch im anderen Gastgeberteam viele neue und unerfahrene Spieler im Kader, für einige war es gar ihre erste Turnierteilnahme.

Im ersten Spiel um Platz 5 am Samstagabend schlugen die Lions Güstrow mit 21:5.

Der Final-Sonntag

Nach einem gemeinsamen Abend an der Elbe oder in der schönen Altstadt von Pirna standen am Sonntag die Finalspiele auf dem Plan.

Die Panthers starteten konzentriert in die erste Halbfinalpartie gegen die Essen Eagles (1. Viertel 10:2), ließen in den beiden folgenden Vierteln aber zwischenzeitlich etwas nach. Am Ende wurde es dann doch ein deutlicher 14-Tore Sieg mit 29:15.
Das zweite Halbfinale zwischen dem Mix-Team und Pirna gestaltete sich dagegen wesentlich spannender, da die Gastgeber gut dagegen hielten. Die Favoriten des Mix-Teams siegten in einem sehenswerten Intercrossespiel mit 16:12.

Im zweiten Spiel um Platz 5 konnte sich das junge Team vom Leuchtturm Güstrow deutlich steigern und auch erstmals die 10-Tore Marke durchbrechen. Platz 5 sicherten sich trotzdem die Lions mit einem 23:11 Sieg.

Heiß her ging es im Spiel um Platz 3, dem Duell von Essen und Pirna. Es entwickelte sich eine sehr intensive und spannende Partie. Essen führte den Großteil der Spieldauer, im letzten Viertel kamen die Sachsen dann noch mal auf 2 Tore ran. Die Aufholjagd der Gastgeber kam aber zu spät und die Essen Eagles sicherten sich mit einem 28:24 den 3. Platz. Eine super Leistung, trotz Verletzungssorgen und einem Team, was so zuvor noch nie zusammengespielt hatte.

Das Finale hieß also Langenberg gegen das Mix-Team. Auch dieses Spiel sollte eine enge und intensive Partie werden. Das erste Viertel gewann verdientermaßen das Mix-Team. Die Panthers erwischten keinen guten Start, erkämpften sich im zweiten Viertel aber ein Unentschieden. Die zweite Spielhälfte ging dann klar an den Deutschen Meister aus Langenberg, auch weil ihr Torwart Philipp Ruckdeschel eine starke Leistung zeigte. Nach 48 Minuten entschieden die L.A. Panthers das Finale mit 24:14 für sich und holten sich ihren zweiten Turniersieg in Pirna. Das Mix-Team spielte dennoch ein tolles Turnier und auch die beiden jungen Spieler aus Pirna wurden super in die Mannschaft integriert.

Ein Fazit

Fazit des Turniers: Ein tolles Intercrossewochenende in Sachsen unter besten Bedingungen und hervorragender Organisation der Gastgeber. Die Entwicklung von Intercrosse im Osten Deutschlands geht dank Pirna und auch Leuchtturm Güstrow weiter bergauf. Auf sportlicher Ebene steht fest: Die L.A. Panthers bleiben national weiter ungeschlagen.

Schon jetzt haben die Pirna Lions entschieden das Turnier auch 2014 zu organisieren. Ein fester Platz im jährlichen Intercrosse-Kalender scheint also gesichert.

Abschlussplatzierung

1. L.A. Panthers

2. Mix-Team

3. Essen Eagles

4. Pirna

5. Lions

6. Leuchtturm Güstrow

 

Teamfotos


Moritz Pietrass

Dieser Artikel wurde am 11. Oktober 2013 veröffentlicht.
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