Nachbericht: Ligafinale 2014 – Saisonfazit

Der fünfte und letzte Spieltag in Bielefeld Ende Mai bildete den Abschluss der Intercrossesaison 2013/14. Einige offene Entscheidungen im Kampf um die Tabellenplätze standen noch aus und jede Mannschaft wollte ihr Saisonziel erreichen und auf dem Feld noch einmal alles geben.

Einzig das Rennen um Platz 1 und die deutsche Meisterschaft war schon im Vorfeld entschieden, die L.A. Panthers aus Velbert-Langenberg konnten ihren Titel bereits an Spieltag 4 erfolgreich verteidigen. Damit holten sie die vierte Meisterschaft in Folge. Auch der zweite Platz war den Bad Marienbergern nur noch rein theoretisch zu nehmen. Heiß umkämpft dagegen waren die Plätze 3-5.

Ratingen mit alten Problemen
Wenige Tage vor dem Spieltag machte leider eine traurige Nachricht die Runde, die Ratingen Bumblebees mussten ihre Teilnahme am fünften Spieltag wegen Spielermangel zurückziehen. Die beiden Partien mit Ratinger Beteiligung wurden daraufhin automatisch (laut Ligaordnung) mit 10:0 für ihre Gegner Langenberg und Essen gewertet. Kurzfristig konnte schließlich ein Mix-Team, bestehend aus drei Ratingern und vier Langenbergern (inklusive Torwart Philipp Ruckdeschel), gebildet werden und die zwei Begegnungen wurden außer Wertung gespielt. In den inoffiziellen Spielen schlugen die Panthers das Mix-Team knapp mit 15:14 und in der zweiten Partie verloren die Essener mit 17:25. Auch wenn die beiden Spiele am Ende doch nicht komplett ausfielen, kann man nur für alle Beteiligten hoffen, dass dies eine Ausnahme bleibt.

Die Mannschaft des ASC Ratingen-West beendet die Saison trotz vieler Personalprobleme auf dem dritten Tabellenplatz, punktgleich mit den Bielefeldern (beide 11 Punkte). Das Team muss es schaffen neue jüngere Spieler zu finden und in die Mannschaft integrieren um der Liga auch in den nächsten Jahren erhalten zu bleiben. Als Gründungsmitglied der Liga und des IVD, als Gastgeber einiger internationaler Turniere in der Vergangenheit, als Mannschaft mit der wohl größten Erfahrung mit einer tollen und modernen Halle, wünschen wir uns alle, dass dies gelingt.

Bad Marienberg erreicht Saisonziel
Mit zwei sehr überzeugenden und deutlichen Siegen gegen Brackwede (25:10) und die Essen Eagles (32:09) beenden die Westerwälder die Saison wie schon in der letzten Saison auf Platz 2. Das Saisonziel diesen Platz zu verteidigen ist damit erreicht und der CVJM Bad Marienberg kann die positive Entwicklung der letzten Jahre bestätigen. Der Abstand zu den Plätzen 3-5 und den Teams aus Ratingen, Bielefeld und Essen wird immer größer. Die Begegnung gegen Brackwede an diesem Spieltag zeigte dies sehr deutlich. In der Vergangenheit waren diese Duelle oftmals noch eher ausgeglichen. Besonders hervorzuheben in dieser Saison ist die beeindruckende Torausbeute von 229 Treffern (Langenberg: 231).

Ziel für die Zukunft muss und wird es sein sich dem Rekordmeister aus Langenberg anzunähern und ihm Parole zu bieten. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn die erfahrenen Topspieler regelmäßig an den Ligaspielen teilnehmen und die vielen Jüngeren sich weiter steigern.

Brackwede am Ende nur 4.
Als Gastgeber des 5. Spieltags bestritt der CVJM Brackwede drei Partien. Im Spiel gegen Essen wurden 3 Punkte eingefahren (20:16), gegen Bad Marienberg (10:25) und die L.A. Panthers (12:27) blieb man dagegen chancenlos. Positiv war der große Kader von 12 Spielern.

Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses wurde das Team in der Abschlusstabelle sogar noch von Ratingen überholt und man muss sich nun mit einem eher enttäuschenden vierten Platz begnügen. Die Gründe für die überwiegend durchschnittlichen Leistungen dieser Saison sind schwer zu ermitteln. Die schwere Verletzung von Topscorer Wladimir Engel darf man dabei natürlich nicht vergessen. Trotz allem steckt mehr in der Mannschaft. Man darf gespannt sein, ob in der neuen Saison eine Steigerung gelingt.

Eagles auf letztem Platz mit Tendenz nach oben
Von den drei Begegnungen am letzten Spieltag sammelten die Essener ihre 3 Punkte nur aufgrund des offiziellen, aber nicht selbst erspielten 10:0 Siegs gegen Ratingen. Gegen Brackwede konnte man zwar eine Hälfte lang gut mithalten, jedoch nie selber in Führung gehen. Am Ende verlor man dann auch mit 4 Toren 16:20.

Beim Blick auf die Abschlusstabelle steht Essen mit 9 Punkten aus 12 Spielen auf den ersten Blick natürlich nicht sonderlich gut da, doch man muss dieses Abschneiden anders bewerten. Der Umbruch und die Entwicklung des Teams ist noch lange nicht abgeschlossen. Der Kader wurde in dieser Saison stark verjüngt und viele ältere Spieler sind nicht mehr oder nur noch selten aktiv. Spielerisch konnte man sich schon enorm steigern. Die Motivation und der Wille sich weiter zu verbessern ist hoch und wenn alle konzentriert weiter an sich arbeiten, werden früher oder später auch immer bessere Resultate folgen.

Langenberg kann sich momentan nur selbst schlagen
Auch wenn in dieser Saison nicht alle 12 Partien gewonnen wurden und man in den zwei Unentschieden nur mit Mühe eine Niederlage abwenden konnte bleiben die Panthers oben auf. Die Mischung aus erfolgreichem Kombinationsspiel im Angriff und einer starken Defensive bleiben die Schlüssel zum Erfolg, die Tordifferenz von +125 verdeutlicht dies eindrucksvoll.

Was man den Panthers in einigen Partien vorwerfen kann, speziell gegen den Rivalen aus Ratingen, ist der zu große Druck innerhalb des Teams und das Erzwingen von Siegen. Ist die Mannschaft auf der anderen Seite mit Spaß und Lockerheit bei der Sache, ist es sehr schwer sie zu schlagen. Einziges Problem für die Zukunft könnten mögliche Verluste von Stammspielern sein. Gelingt es aber auch weiterhin den eigenen Nachwuchs erfolgreich zu integrieren können die Langenberger auch diese Herausforderung bestehen.

Ehrungen, Auszeichnungen, Abschlussfeier
Abends wurde mit allen Spielern und Spielerinnen im Gemeindehaus des CVJM Brackwede traditionell gemeinsam gegrillt und der Ligaabschluss gefeiert. Der Meisterpokal wurde den L.A. Panthers offiziell überreicht und bleibt so auch weiterhin in ihrem Besitz. Alle fünf Ligateilnehmer erhielten zusätzlich Urkunden.

Abschließend kam es zur Auszeichnung der besten Torschützen der Saison 2013/14. Bei den Männern sicherte sich der Bad Marienberger Dennis Nonn mit beeindruckenden 81 Toren diesen Award! Die Langenbergerin Annika Lohmann verdiente sich die Auszeichnung bei den Frauen mit 23 Treffern.

Moritz Pietrass

(Titelbild aus dem Archiv)

Dieser Artikel wurde am 25. Juni 2014 veröffentlicht.
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