Spieltag 4: Der Kampf in der Tabelle spitzt sich zu

Der 4. Ligaspieltag in Bad Marienberg hatte viel zu bieten. Alle Partien waren bis in die Schlussphase heiß umkämpft und konnten erst in den letzten Vierteln entschieden werden. Die L.A. Panthers musste gegen formstarke Gastgeber erstmals seit 4 Jahren eine Niederlage einstecken. In der Tabelle gibt es nach diesen Ergebnissen einige Veränderungen. (Neu: Der Bericht erstmals auch mit Stimmen zu den Spielen)

Bad Marienberg – Langenberg 19:18
Der CVJM Bad Marienberg hat den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter aus Langenberg eindrucksvoll in die Knie gezwungen. Die Mannschaft aus dem Westerwald siegte beim ersten Spiel des 4. Spieltags nach einer überragenden Leistung 19:18 (6:5, 4:3, 3:7, 6:3) gegen die L.A. Panthers. Bad Marienberg ging selbstbewusst und in Bestbesetzung in dieses Topspiel.

Nach einer starken ersten Halbzeit lag der Gastgeber mit 10:8 vorne. Im dritten Viertel aber kamen die Langenberger mit viel Willen zurück und drehten die Partie zu einem Spielstand von 13:15. Das letzte Viertel sollte die Entscheidung in dieser hochklassigen und gleichzeitig fairen Begegnung bringen. Bad Marienberg startete fulminant mit einem 6 Tore Lauf (19:15), die Weichen waren auf Sieg gestellt. Langenberg aber zeigte in den letzten Minuten großen Kampfgeist und kam nach einem 3 Tore Lauf auf ein Tor (19:18) ran. Es hätte die erste Verlängerung dieser Saison werden können, denn auch die letzten Torchancen des Spiels gehörten den Panthers, allerdings ohne Erfolg.

Durch eine insgesamt spielerisch überzeugende Teamleistung der Gastgeber konnte der amtierende Meister erstmals seit vier Jahren in der Liga geschlagen werden. Nachdem der CVJM Bad Marienberg schon in der letzten Saison Boden auf die ungeschlagenen Panthers gut machen konnte, untermauerten sie mit diesem Sieg ihre Ansprüche. Spätestens in der neuen Spielzeit 2015/2016 werden die Westerwälder dann ganz oben angreifen.

Manuel Hollmann (Bad Marienberg): Es war mit das fairste Spiel, dass ich je gespielt habe, und auch eines der schönsten. Der Sieg fühlt sich überragend an, wir haben lange darauf hingearbeitet.

Brackwede – Essen 17:20
Der CVJM Brackwede verlor die zweite Begegnung des 4. Spieltags 17:20 (4:3, 4:4, 3:3, 6:10) gegen die Essen Eagles. Brackwede ging geschwächt und mit Personalsorgen in den Spieltag. Unter anderem fehlten die Topspieler Wladimir Engel und Michael Baginski. Die Eagles waren auch nur mit sechs Feldspielern, dafür aber fast in Bestbesetzung angereist.

Auch dieses Spiel wurde eine sehr enge Partie. In den ersten drei Vierteln war es ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen und keine Mannschaft konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen (4:3, 4:4, 3:3). Zu Beginn des letzten Viertels stand es 11:10 für Brackwede und alles deutete auf eine umkämpfte Schlussphase hin. Es kam aber anders, denn Essen schaltete einen Gang hoch, nutzte die schwindenden Kräfte des Gegners eiskalt aus und entschied das Duell nach 4×12 Minuten mit 20:17 für sich. Diese Leistungssteigerung ist eine Zeichen für die ansteigende Formkurve und auch die langfristige spielerische Entwicklung der Eagles.

Markus Bergmann (Essen): Wir sind schwer reingekommen, haben dann im dritten Viertel mit 3 Toren hinten gelegen, klasse Moral bewiesen und den Vorsprung am Ende ins Ziel gebracht. Eine starke Mannschaftsleistung!

Ratingen – Langenberg 11:19
Nach Langenbergs erster Niederlage warteten in Spiel 3 die Bumblebees Ratingen als nächster Gegner. Die L.A. Panthers ließen sich durch die Pleite gegen starke Bad Marienberger nicht aus der Bahn werfen und feierten gegen Ratingen einen souveränen 11:19 Sieg (2:3, 4:5, 3:6, 2:5). In der ersten Halbzeit hielten die Bumblebees, die zum wiederholten Male in dieser Saison mit Personalsorgen zu kämpfen hatten, noch gut mit (6:8). In beiden Partien nutzte Ratingen das Leihsystem der Liga, um sich jeweils einen Spieler zur Unterstützung hinzuzuholen. Je länger das Spiel andauerte, desto größer wurde der Abstand und Langenberg konnte seine läuferischen und spielerischen Qualitäten zu einem, am Ende ungefährdeten, Sieg nutzen.

Sebastian Krabbe (Langenberg): Ratingen hat effektiver gespielt, das hat mich an alte Duelle erinnert. Nachdem wir im Laufe des Spiels unsere Fehler minimiert haben, konnten wir unsere Trefferquote ausbauen. Besonders viel Spaß haben mir unsere Kombinationen vor dem gegnerischen Tor gemacht.

Bad Marienberg – Brackwede 22:19
Nach dem Sieg gegen den Spitzenreiter machten die Bad Marienberger ihren Heimspieltag in ihrer zweiten Begegnung endgültig zu einem Saison-Highlight. Sie schlugen den Konkurrenten aus Brackwede, der vor dem Spieltag auf Platz zwei lag, mit 22:19 (7:5, 3:5, 7:4, 5:5) und gewannen damit auch den direkten Vergleich für eine mögliche Endabrechnung im Kampf um den zweiten Platz.

Zur Halbzeit stand es Unentschieden 10:10. Ein geschwächtes Brackwede lieferte gegen die Westerwälder, die in dieser Partie auch vielen Nachwuchsspielern Einsatzchancen gaben, keinesfalls eine schlechte Leistung ab. Im weiteren Spielverlauf setzte sich der Gastgeber durch und landete am Ende einen verdienten 22:19 Sieg.

Andreas Braun (Brackwede): Im Gesamten ein schönes faires Spiel beider Mannschaften. Ich bin stolz auf mein Team und über die Leistung, die wir in dieser Teamstärke erbracht haben.

Essen – Ratingen 24:20
Das letzte und fünfte Spiel des Tages bestritten Essen und Ratingen. Durch die Niederlage der Brackweder im Spiel vorher, stiegen die Chancen für Essen und Ratingen, bei einem Punktgewinn, Platz 3 anzugreifen.. Denn der Sieger würde mit neun Punkten und zwei Spielen weniger als der CVJM Brackwede (12 Punkte, 8 Spiele) noch alle Chancen auf diesen Platz erhalten.

Die ersatzgeschwächten Bumblebees Ratingen verloren die Partie verdient mit 24:20 (8:3, 4:3, 7:6, 5:8). Man sah schon zu Beginn, dass die Essener Spieler noch frischer und läuferisch stärker waren. Nach deutlichen Ergebnissen in Viertel 1-3 liefen die Bumblebees in der gesamten Partie einem hohen Rückstand hinterher, den sie, trotz einer starken Phase mit 8 Toren in den letzten 12 Minuten, nicht mehr aufholen konnten. Essen überzeugte drei Viertel lang mit einer guten Teamleistung, da war auch der Einbruch am Ende der Partie zu verkraften. Damit holen die Eagles erstmals 6 Punkten an einem Spieltag!

Ulrich Freitag (Ratingen): Es war ein hart umkämpftes Spiel, was im Endeffekt durch eine starke läuferische Leistung der Essener gewonnen wurde. Ich fand, dass beide Teams starke Phasen mit vielen Toren hatten. Wir Ratinger haben trotzdem versucht immer dran zu bleiben.

Tabellensituation

1. LA. Panthers (21 Punkte)

Der Vorsprung der L.A. Panthers auf Bad Marienberg beträgt zwar noch beruhigende neun Punkte, aber die Panthers haben bereits zwei Spiele mehr bestritten. Durch die verlorenen drei Punkte bleibt die Meisterschaft weiter offen. Mit 6 Punkten am nächsten Spieltag kann Langenberg aber die Titelverteidigung perfekt machen.

2. CVJM Bad Marienberg (12)

Der CVJM Bad Marienberg feiert einen starken 6-Punkte Heimspieltag, der den Westerwäldern einen großen Motivationsschub für die anstehenden Spieltage geben wird.

3. CVJM Brackwede (12)

Die Brackweder sind nun den nächsten Platz in der Tabelle nach unten gerutscht und haben an Spieltag 4 spielfrei. In Bestbesetzung werden sie am letzten Spieltag vor heimischer Kulisse noch einmal alles in die Waagschale werfen.

4. Essen Eagles (9)

Die Essen Eagles werden immer stärker und erfahrener. Dort wächst und gedeiht etwas. 9 Punkte haben sie auf dem Konto und noch 4 Spiele sind in dieser Saison zu absolvieren. Man darf gespannt sein, was mit dieser Mannschaft noch möglich ist.

5. Ratingen Bumblebees (6)

Ratingen hat, wie schon in der letzten Saison, mit vielen Personalproblemen zu kämpfen und die spielerischen Leistungen leiden darunter. Schon am 5. Spieltag zu Hause in Ratingen-West haben die Bumblebees die Chance, Essen doch noch von Platz 4 zu verdrängen.

6. CVJM Dautphe (0)

Der CVJM Dautphe hatte an diesem Spieltag spielfrei und wird in Ratingen wieder alles für den ersten Sieg geben.


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Daten Spieltag 4

Christian Höflich und Moritz Pietrass

Titelbild: CVJM Bad Marienberg

Dieser Artikel wurde am 6. Mai 2015 veröffentlicht.
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