Start der Intercrosse-Saison 2020/21

259 Tage nach dem letzten Ligaspieltag war es am 10. Oktober 2020 endlich wieder soweit: Die Deutsche Intercrosse Liga startete unter Coronaschutzbedingungen in eine neue Saison. Traditionell wurde der erste Spieltag bei den Essen Eagles ausgetragen, die sich, in enger Absprache mit dem Vorstand des IVDs, dem aufgestellten Hygienekonzept annahmen. So konnte der beste Sport der Welt wieder unter Wettbewerbsbedingungen durchgeführt werden.

Leider erreichte die Verantwortlichen in der Woche vor dem Spieltag noch eine personell begründete Absage der Dautpher Mannschaft, sodass an dem Samstag neben den Ligaspielen Bad Marienberg–Hösel, Essen–Langenberg und Langenberg–Hösel das Freundschaftsspiel Essen–Bad Marienberg den Tag komplettierte. Die beiden ausgefallenen Ligaspiele von Dautphe wurden jeweils 10:0 für Bad Marienberg bzw. Essen gewertet.
Früh am Morgen hatten die Mannschaften eigene Tribünenbereiche zugeteilt bekommen, die Kabinen/Duschen und Gänge waren mit den nötigen Hygienehinweisschildern versehen, der Handdesinfektionsspender war aufgefüllt, das Pult für die Anzeige desinfiziert und mit Frischhaltfolie überzogen sowie die Abstände vor dem Essensstand markiert. Die Freude darüber, dass es nun wieder losging, stand allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben!

West Wood Wolves – Hösel Red Deers || 28:18
Den Auftakt machten die beiden Mannschaften aus Bad Marienberg und Hösel. Im ersten Viertel konnten die Westerwälder mit sieben aufeinanderfolgenden Toren schnell klarmachen, dass sie diesen Sieg mit nach Hause nehmen wollten. Zu Beginn fehlten ihnen zwei Spieler und sie wurden von einem Langenberger Leihspieler unterstützt; das ist die Fairness und der Zusammenhalt zwischen den Mannschaften, die Intercrosse so besonders machen. Das gesamte Spiel war von kleineren Fouls geprägt, sodass einige Tore nach Penaltys auf beiden Seiten zu verbuchen waren. Obwohl die Höseler das zweite Viertel knapp für sich entscheiden konnten, gewannen die Bad Marienberger am Ende mit 10 Toren Unterschied.

Essen Eagles – L.A. Panthers || 16:13
In den ersten Minuten der Partie suchten beide Mannschaften noch ihr Spiel. So dauerte es ein wenig, bis die Panthers zum ersten Tor der Partie einnetzen konnten. In einem ausgeglichenen ersten Viertel konnten die Eagles kurz vor Schluss des Viertels zum 4:4 treffen und man ging mit diesem Spielstand in die erste Pause. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie nach der Coronapause ein wenig brauchten, um voll im Spiel anzukommen. Im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie ausgeglichen. Besonders die Defense beider Mannschaften machte ein gutes Spiel, sodass es, wie schon fast üblich bei diesem Derby, zu recht wenig Toren kam. Mit einer knappen 7:6 Führung für die Eagles ging es in die Halbzeit. Im dritten Viertel fielen wiederum nur 5 Tore. Die Eagles konnten ihre Führung auf 10:8 ausbauen und gingen mit einer 2 Tore Führung in den Schlussabschnitt. Hatte die Essener Mannschaft in solchen Situationen schon häufig überhastet und hektisch reagiert, sollten sie es dieses Mal besser machen. Nachdem die Panthers nochmal auf 11:10 rankamen und Pressing spielten, konnten sich die Eagles mit 3 Toren in Folge auf 14:10 absetzen und diesen Vorsprung über die Zeit bringen. Am Ende stand mit 16:13 der aus Essener Sicht lang ersehnte Erfolg über den Stadtnachbarn auf der Anzeigentafel! 3 ½ Jahre musste man immerhin hierauf warten. In dem Sinne passt der Kommentar einer Essenerin, die nicht mitspielte, bestens: „Es war eine Freude euch zuzusehen!“.

Essen Eagles – West Wood Wolves (Freundschaftsspiel) || 23:20
Nach einer verlängerten Pause fand das zweite Spiel der Heimmannschaft als Freundschaftsspiel gegen die West Wood Wolves statt. Dennoch war dieses Spiel nicht weniger intensiv als ein Spiel im Kampf um die Meisterschaft. Mit einer raschen Führung konnten sich die Eagles einen 4:1 Vorsprung erarbeiten. Die Wolves verbissen sich jedoch und zogen auf 4:3 nach. Das erste Viertel konnten die Eagles dann mit 6:3 für sich entscheiden. Dass die West Wood Wolves das nicht auf sich beruhen lassen wollten, wurde mit zunehmendem Verlauf der zweiten Halbzeit deutlich. Die Eagles wurden immer mehr unter Druck gesetzt, konnten die Führung jedoch auch über das dritte Viertel hinaus bewahren. Allerdings wurde die Tordifferenz bereits von 7 auf 5 Tore reduziert; Zwischenstand 21:16. Dass das letzte Viertel noch einmal spannend werden dürfte, zeigte sich bereits im bisherigen Spielverlauf, der von hoher Motivation auf beiden Seiten geprägt war, bei denen niemand, trotz des Freundschaftsspiels, die Spielqualität schleifen ließ. Das letzte Viertel wurde mit einem ersten Tor durch die Bad Marienberger eröffnet (21:17), die Essener schraubten nun auf 22:17 hoch, gefolgt von einem weiteren Tor der Bad Marienberger auf 22:18. In den letzten Minuten dann wurde die Essener Defensive noch einmal auf die Probe gestellt, denn die Wolves machten Druck und konnten zwei Tore erzielen. Doch auch die Eagles verwandelten ein letztes Mal und gewannen damit das Freundschaftsspiel.

Hösel Red Deers – L.A. Panthers || 05:20
Das letzte Spiel des Tages wollten die Langenberger, nach der Niederlage im ersten Spiel, unbedingt gewinnen. Mit einer teilweise verjüngten und zahlenmäßig großen Mannschaft traten sie ihr Spiel gegen Hösel an. Bereits im ersten Viertel stand auf der Anzeigetafel ein 1:5. Dieser Torabstand hatte bis zum Ende der ersten Halbzeit bestand. Mit einem 4:9 ging ist in die Pause. In der zweiten Halbzeit zogen die Panthers dann mit den Toren von 8 unterschiedlichen Spieler*innen davon und gewannen das Spiel klar mit 5:20.

Tabellenführer sind nach dem ersten Spieltag die West Wood Wolevs, aufgrund des besseren Torverhältnisses, vor den Essen Eagles.
Wir hoffen, dass die Pause bis zum nächsten Spieltag nicht wieder so lang ausfällt und dass sich das Hygienekonzept des IVDs bewährt hat. Danke, dass sich alle an die Regeln gehalten haben und wir diesen Spieltag ausrichten konnten! Bleibt gesund und wir sehen uns hoffentlich bald wieder auf dem Feld!

Autorin: Viola Böhm (Essen Eagles)

Edit der Autorin:

Bis zur Beendigung des Artikels sind drei Wochen ins Land gegangen und die Intercrosse-Mannschaften bereits wieder mit einem Trainingsverbot belegt worden. Die Ausrichtung eines weiteren Spieltags dieses Jahr erscheint mehr als unwahrscheinlich. Mit einem traurigen Auge blicke ich bereits jetzt auf die oben beschriebenen Spiele zurück und drücke ganz fest (wenn auch etwas naiv) die Daumen, dass sich die Lage Anfang des nächsten Jahres bessert. Eine weitere abgebrochene Saison ohne Meister, ohne die Rivalitäten auf und den famosen Austausch zwischen den Mannschaften neben dem Feld, ohne regelmäßige Trainingszeiten und dem ein oder anderen Kaltgetränk zum Anstoßen möchte ich mir, so kurz nach dem Start, noch nicht vorstellen. Haltet durch!

Dieser Artikel wurde am 2. November 2020 veröffentlicht.
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