Über die Sportart

Intercrosse stammt von der amerikanischen Sportart Lacrosse ab.

Gespielt wird mit einem Schläger (Stick), an dessen Ende sich ein Kunststoffkorb befindet.

So kann man einen Ball fangen, passen und schießen. Dieser ist etwas größer als ein Tennisball und besteht aus Weichgummi.

Innerhalb der Spielzeit von 4×12 Minuten spielen sich die vier Feldspieler und der Torwart den Ball so zu, dass sie die gegnerische Abwehr überwinden können und möglichst viele Tore erzielen. Allerdings haben sie für einen Angriff nur 30 Sekunden Zeit.

Körper- und Stickkontakt sind dabei komplett verboten. Zum Schutz vor dem Ball trägt der Torwart wie beim Eishockey Rüstung und Helm. Das Tor hat Innenmaße von 1,25m x 1,25m und entspricht etwa den Toren beim Streethockey.

Das Spielfeld hat eine Größe von 20m x 40m.

Intercrosse ist eine Hallensportart, die von Männern und Frauen aller Altersklassen gespielt werden kann.

Der Sport zeichnet sich besonders durch Schnelligkeit, Teamplay und Fairness aus.

 

Situation in Deutschland

In Deutschland wird seit ca. 1990 Intercrosse gespielt. Die Bekanntheit und auch der Zuwachs an Spielern hat in den letzten Jahren mehr und mehr zugenommen.

Eingeführt und erstmalig angeboten haben diesen Sport einige CVJM-Vereine. Auch weiterhin haben dort gerade Jugendliche die Chance Intercrosse zu spielen. Der CVJM ist und bleibt ein wichtiger Partner in der Verbreitung von Intercrosse in Deutschland. Auf der anderen Seite gibt es doch auch vermehrt Sportvereine, die Intercrosse professionell betreiben. Zudem wird die Sportart immer öfter auch im Schulsport praktiziert. Als neuen Teamsport, den man relativ schnell erlernen kann, eignet sich Intercrosse gut für den Unterricht. Zur Zeit gibt es etwa 15 Intercrossemannschaften im Land.

Seit dem Jahre 2008 existiert eine Intercrosseliga im Westen Deutschlands. Dieser gehören mittlerweile neben den drei Gründermannschaften: den ASC Ratingen-West BumbleBees, den L.A. Panthers aus Velbert-Langenberg und der Mannschaft des CVJM Bad Marienberg auch das Team des CVJM Brackwede aus Bielefeld und die Essen Eagles an.

So konnte ein regelmäßiger Spielbetrieb geschaffen und auch die Popularität von Intercrosse erhöht werden. Zirka 80 aktive Spieler sind in der Liga vertreten.

Seit 2010 läuft die Liga unter dem Titel „Deutsche Intercrosse Liga.“ Denn offiziell anerkannt ist der Wettbewerb seit der Gründung des Deutschen Intercrosse Verbandes (IVD) im Januar 2010.

Der Verband wurde nach Jahren rein formeller Existenz wiederbelebt mit dem Ziel die noch junge und unbekannte Sportart in Deutschland weiter zu verbreiten, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und professionelle Rahmenstrukturen zu schaffen.

Neben den Teilnehmern der Deutschen Intercrosse Liga aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es in Süddeutschland einen weiteren Ballungsraum von Intercrossemannschaften, welche alle aus CVJM-Vereinen hervorgehen.

Auf regelmäßig ausgetragenen internationalen Turnieren innerhalb Europas können sich die deutschen Mannschaften auf höchstem Niveau mit anderen Teams messen. Gastgeber der Turniere sind stets andere europäische Intercrosseteams. 2010 wurde vom FIIC erstmals auch eine Wertung in Europa eingeführt, in die alle internationalen Teams durch ihre Turnierteilnahmen automatisch aufgenommen werden. Die Mannschaften sammeln durch ihre Platzierungen und weitere Faktoren innerhalb eines Jahres Punkte bei den einzelnen Turnieren. Das Siegerteam des „European Cup“ wurde erstmals 2011 bei den World Games geehrt.

Das Jahr 2010 war ein ganz besonderes Jahr in der noch jungen Geschichte des Deutschen Intercrosse. Denn neben der Gründung des Verbands richtete der IVD, zusammen mit dem FIIC, das weltweit größte Intercrosseturnier in Deutschland aus: die World Games.

2012 und 2013 wurden nach Jahren Abstinenz die Nationalmannschaften der Herren und Damen wiederbelebt. In beiden Jahren nahmen die Teams auch erstmals wieder am offiziellen FIIC World Cup teil.