Intercrosse im Sportunterricht

Die Sportart Intercrosse eignet sich aus vielen Gründen ideal zum Einsatz im Sportunterricht.

Erst einmal ist es natürlich eine super Abwechslung zu den typischen Schulsportarten wie Handball, Volleyball oder Badminton. Es ist eine junge unbekannte Sportart, die die Neugier der Schüler weckt. Und auch wenn kaum ein Schüler jemals etwas von Intercrosse gehört haben wird, sind die Grundtechnik und auch die Grundregeln nach kurzer Eingewöhnung an das Spielgerät relativ einfach und schnell zu erlernen.

Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass alle Schüler auf dem gleichen Level anfangen werden.

Intercrosse fördert die koordinativen Fähigkeiten, die Kondition und auch die Schnelligkeit.

Wie bei fast allen Ballsportarten handelt es sich auch bei diesem Sport um einen Mannschaftssport, bei der Einzelspieler alleine keinen Erfolg haben werden. So wird auch die Teamfähigkeit unter Beweis gestellt.

Intercrosse kann auf Grund der großen Fairness ohne Probleme gleichermaßen von Jungen und Mädchen gespielt werden, da Körper- und Schlägerkontakt verboten sind. Zudem wird es auch in den Vereinen in gemischter Form praktiziert.

Tipp: Als Alternative und bei gutem Wetter kann man den Sport auch draußen spielen lassen.

Grundtechnik

Sebastian Krabbe bei einer Lehrerfortbildung in Lüdenscheid

Intercrosse hat eines mit jeder Sportart gemeinsam: es lässt sich nicht vom Blatt lernen. Die beste Methode um Intercrosse zu lernen, es von einem Profi erklärt und gezeigt zu bekommen. Deshalb bietet der IVD spezielle Schulungen an. Ob Schulklassen, Lehrer oder Sportverbände, bei Interesse kommt ein geschultes Team zu Ihnen, um Vorort Intercrosse vorzustellen, zu erklären und einen Einblick in die Technik und Taktik zu gewähren.

Dennoch bieten wir Ihnen hier eine Übersicht der Grundtechnik, um Ihnen einen ersten Einblick zu verschaffen:

Beim Fangen wird der Stick senkrecht mit beiden Händen gehalten. Rechts vor dem Körper für Rechtshänder/innen, die linke Hand am äußeren Ende des Schaftes, die rechte Hand in der Mitte. Für Linkshänder/innen spiegelverkehrt.

Tipp: Hält man den Stick etwas schräg nach vorne, ist es einfacher, den Ball im Kopf zu behalten. Ansonsten springt der Ball gerne mal wieder raus.

Beim Passen wird der Stick, genau wie beim Fangen, rechts neben dem Körper (für Rechtshänder/innen) gehalten. Die rechte (obere) Hand drückt den Stick nach vorne und die linke (untere) Hand zieht den Stick zurück. Dadurch wird der Ball herauskatapultiert. Um mehr Schwung in den Pass zu bekommen, dreht man den Körper in Wurfrichtung mit und die Kraft kommt aus der rechten Schulter. Damit der Ball nicht kreuz und quer durch die Halle fliegt, bestimmt man mit dem Stickkopf die Flugrichtung.

Die Schusstechnik funktioniert ähnlich wie die Passtechnik, allerdings versucht man den Stick weiter nach unten zu ziehen, damit der Ball nicht im hohen Bogen herauskatapultiert wird, sondern zügig nach unten auf das Tor fliegt.

Tip: Für einen optimalen Stand beim Fangen, Passen und Schiessen haben Rechtshänder/innen den linken Fuß vorne und den rechten Fuß ein wenig weiter hinten.

Übungen für Anfänger

Gruppenübungen

Zu zweit gegenüber aufstellen
– normale Pässe
– hohe Pässe
– flache/ schnelle Pässe
– Bodenpässe (Aufsetzer)

Variationsmöglichkeit:

Zwischendurch die Distanz ändern (weiter auseinander stehen/ näher zusammen kommen). Auch das Passen in der Bewegung ist möglich.

Alle Teilnehmer stellen sich im Kreis auf (bei sehr vielen Teilnehmern in 2 Kreise aufteilen)
– 2-3 Bälle im Kreis herum spielen (nach links mit rechts; nach rechts mit links)
– 1-2 Bälle zu beliebigem Teilnehmer passen (vorher Blickkontakt haben)

Die Teilnehmer stellen sich versetzt gegenüber auf

alle Bälle werden im Zick-Zack von A nach B gespielt & wieder zurück (Frequenz frei variabel)

Variationsmöglichkeit:

Die Bälle werden im Zick-Zack von A nach B gespielt. Der Teilnehmer auf Position B schießt den Ball auf ein Ziel. Damit jeder einmal der „Schütze“ ist, sollten die Positionen gewechselt werden. Eine Möglichkeit dazu ist, dem gepassten Ball hiinterher zu laufen und damit die Postion seines Vordermannes einzunehmen.

Zwei Gruppen stellen sich gegenüber auf
– insgesamt nur 2-3 Teilnehmer pro Seite
– diese stellen sich hintereinander auf
– der Erste spielt den Ball zu seinem Gegenüber und stellt sich hinten bei der anderen Gruppe wieder an usw.

Variationsmöglichkeiten:
– der Pass wird im Laufen gespielt
– der Fänger erhält den Pass im Laufen
Beides ist bei ausreichend Platz natürlich auch kombinierbar

Einzelübungen

Teilnehmer sucht sich einen freien Platz in der Halle

– den Ball hoch werfen, fangen und wieder hoch werfen (Schwierigkeit: der Ball soll nicht in den Korb zurück rollen sondern im vorderen Bereich liegen bleiben)
– den Stickkopf um den fliegenden Ball kreisen lassen und den Ball wieder auffangen (Fortgeschrittene können auf 2 oder maximal 3 Umdrehungen erhöhen)
– den Stick in der Hand (beliebig oft) drehen, während der Ball in der Luft ist
– den Ball von Stickhand-Seite über den Kopf werfen und auf der anderen Seite wieder auffangen und umgekehrt

Teilnehmer sucht sich einen Platz an einer stabilen Wand
– 30 Pässe gegen die Wand (ohne, dass der Ball runter fällt, passiert dies von vorne anfangen zu zählen)
Variation: Schnelle Pässe, hohe Pässe, Aufsetzer

Teilnehmer nimmt sich einen Kasten aus einem Geräteraum
– den Kasten in eine Schieflage bringen, so kann der Kasten als Rebounder benutzt werden. Der Teilnehmer schießt auf den Kasten und fängt den Ball, der vom Kasten schwer berechenbar zurückkommt.

Teilnehmer stellt sich mehrere Meter entfernt von einem Basketballkorb auf
– das schwarze Viereck auf dem Basketballbrett soll getroffen werden
Variation: Der Ball soll danach wieder gefangen werden oder der Ball soll in dem Basketballkorb landen (ist schwerer als es klingt)


Wir haben Ihr Interesse an Intercrosse geweckt? Sie möchten Ihren Sportunterricht durch ein schnelles, teamorientiertes und leichte zu erlernendes Spiel bereichern? Dann melden Sie sich bei bei:

dominik.gerhard@intercrosse.de