FIIC Intercrosse World Games

Bei den Intercrosse World Games handelt es sich um ein einzigartiges globales Sportturnier, welches alljährlich unter der Schirmherrschaft des Weltverbandes FIIC in einer der Intercrossenationen ausgetragen wird. Die Organisation des Wettkampfes übernimmt dabei das jeweilige Gastgeberland.

Einzigartig ist dieses Turnier durch seine Teilnahmebedingungen und die besondere Mannschaftsbildung. Denn teilnehmen kann jeder Intercrossespieler ab 17 Jahren weltweit, unabhängig von Geschlecht, Heimatland, Vereinsangehörigkeit und Spielerfahrung.

So kommen jedes Jahr 60-90 unterschiedlichste Spieler zusammen, die aber alle eins vereint: die Leidenschaft und der Spaß an Intercrosse und die Kontaktfreudigkeit sowie Offenheit gegenüber anderen Menschen und Ländern.

Die Teambildung findet stets in einer kleinen Zeremonie am Vortag des ersten Spieltages statt und ist gleichzeitig auch das erste große und mit Spannung erwartete Highlight: Die Spieler werden, je nach Anzahl der Teilnehmer, in gleichgroße Mannschaften gelost.

Jeder Intercrosser ist also während den folgenden fünf Spieltagen frei von Verein und Nationalität.

In den Teams treffen nun die verschiedensten Spielertypen aufeinander und so fällt das Zusammenspiel und die Verständigung am Anfang nicht immer leicht. Doch bekanntlich dauert es nie lange bis aus den Einzelspielern innerhalb der Mannschaften eine Einheit – ein Team wird.

Auch wenn der Spaß und nicht der Turniersieg während der Spiele klar im Vordergrund steht, ist das Leistungsniveau trotzdem sehr hoch. Die unterschiedlichen Spielertypen ergänzen sich meist sehr gut innerhalb der Teams, außerdem befinden sich unter den Teilnehmern sehr viele erfahrene Spieler und auch Spieler der Nationalmannschaften.

Die Spiele verlaufen erfahrungsgemäß außerordentlich fair und ohne grobe Fouls ab, was natürlich auch an der großen Fairness in der Sportart generell liegt.

Das Spielsystem, welches das Gastgeberland bestimmt, besteht meist aus einer Gruppenphase während den ersten Tagen, in welcher sich die Mannschaften für die nächste Runde, die klassischen KO-Spiele, qualifizieren. Im Finalspiel wird der Turniersieger ermittelt.

Besonders spannend für die Teilnehmer sind neben dem Wettkampf um den Turniersieg auch die Vergabe von speziellen Auszeichnungen der schwedischen Delegation: die „Penguin-Awards“. Der wichtigste Award unter diversen Auszeichnungen, die teilweise nicht immer ganz ernst zu nehmen sind und auch für besondere Leistungen und Momente außerhalb des Spielfelds vergeben werden, ist der „Penguin of the Year“. Er wird für hervorragende sportliche Leistung und das Fördern des „Intercrosse-Spirits“, welcher sich durch Kontakt zu anderen Spielern auszeichnet, vergeben.

Einzigartig an den World Games sind nicht nur die benannten Aspekte der Mannschafts- und Teilnehmerzusammensetzung, der sportlichen Glanzleistungen und der Fairness, sondern auch das freundschaftliche Verhältnis und der Kontakt der Teilnehmer außerhalb des Spielfelds.

Seit dieses Turnier erstmalig 1987 in Belgien ausgetragen wurde entwickelten sich mit der Zeit viele internationale Freundschaften zwischen den Spielern. Das gemeinsame Feiern nach den Spielen sucht auf Grund der lockeren Atmosphäre in der Sportwelt auch seines gleichen.

Seit dem Jahr 2007, als die World Games das erst Mal überhaupt in Deutschland (Ratingen) ausgetragen wurden, steigt die Zahl der deutschen Turnierteilnehmer und Teilnehmerinnen enorm an.
In einigen Jahren stellten die Deutschen bereits die größte Delegation in den Turnieren.

2010 war erneut Deutschland, mithilfe des IVD, Gastgeber des Turniers. Zum zweiten Mal war Ratingen in NRW der Austragungsort. Das Event war ein großer Erfolg und konnte sich einiger Aufmerksamkeit erfreuen.
>> World Games 2010 Datenbank mit Berichten, Ergebnissen, Teams und Fotos

Die World Games bleiben das alljährliche Intercrosse Highlight für jeden Spieler und jede Spielerin auf dem Intercrosseglobus und das Turnier erfreut sich jedes Jahr an einigen mehr Spielern/spielerinnen und neuen Gesichtern.