Überraschung bleibt aus

Im bisher spannendsten Spiel des Turnieres schafften es die deutsche Herren nicht die hochfavorisierten Hausherren aus Tschechien zu bezwingen.

Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, agierte das deutsche Team lange auf Augenhöhe mit dem Titelverteidiger. Manko war wieder einmal die Chancenverwertung unserer Jungs. Zudem führte das körperbetonte Pressing des Gegners zu  vielen unnötigen Ballverlusten. Jedoch wussten auch die Deutschen in der Defensive zu überzeugen. Vor allem Torhüter Birk Berger hielt sein Team mit etlichen starken Paraden das ein ums andere Mal im Spiel. Hervorzuheben ist ausserdem die kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft. Den Tschechen konnte man die Verunsicherung ob der starken Spielweise unserer Herren deutlich anmerken. Angetrieben durch die lautstarke Unterstützung der weiblichen Nationalspielerinnen gaben sich die Herren zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Gegen Ende der Partie war die deutsche Mannschaft in Teilen überlegen, leider konnte man den Rückstand aber nicht mehr aufholen.

Das Endergebnis lautete daher auch 21 zu 16 für die Tschechen.

Die deutschen Torschützen:

M. Baginski 2
D. Drese 3
U. Freitag 3
M.Hollmann 2
S.Kaiser 1
S.Krabbe 3
C.Treis 2

Im letzten Spiel der Gruppenphase kämpfte Deutschland gegen die Slowakei um den dritten Platz der Vorrunde. Die taktisch gut eingestellten Slowaken unterbanden schon früh das Aufbauspiel der Deutschen und brachten diese so vor eine große Herausforderung. Bis zur Halbzeit führte unsere Nationalmannschaft zwar zwischenzeitlich mit 5 Toren, konnte diese Leistung aber im dritten Viertel zunächst nicht bestätigen. Die Osteuropäer kämpften sich bis auf ein Unentschieden heran. Beim Stand von 11:11 stagnierte das Spiel und keine der beiden Mannschaften vermochte weitere Akzente zu setzen. Nach dieser kurzen Schwächphase der deutschen Mannschaft sammelte sich das Team jedoch wieder und fand zu ihrer alten Stärke zurück. Angeführt von einem herausragendem Dominik Drese, der das Team durch seine Führungsqualitäten und mit seinen Toren wieder zurück auf die Siegesstraße brachte, gelang es dann doch noch einen klaren Sieg heraus zu spielen.  Nach dem Schlusspfiff hieß es 23:15 für Deutschland.

Die deutschen Torschützen:

M. Baginski 2
D. Drese 9
U. Freitag 2
D.Gerhard 1
M.Hollmann 1
S.Kaiser 1
S.Krabbe 3
C.Treis 4

 

In den morgigen Halbfinalpartien treffen nach Abschluss der Vorrunde die Tschechen als Erster auf die Slowakei. Im zweiten Halbfinale erhalten die Deutschen ihre Revanche um den Finanleinzug gegen die Italiener.

Alle Ergebnisse des Spieltages:

Italien – Team Alpine   33 : 20

Tschechien – Deutschland  21 : 16

Slowakei – Team Alpine     32 : 17

Tschechien  – Italien    25 : 18

Deutschland – Slowakei  23 : 15

Die deutschen Damen beim IWI

Als Ersatz für den ausgefallenen World Team Cup findet für die Damen in diesem Jahr ein reines Frauenturnier statt: das International Women Invitational. Neben den deutschen Damen nehmen daran ein tschechisches Team (Vopice) und ein Mixteam bestehend aus tschechischen und slowakischen Spielerinnen teil.

Spitzenstart für die Damen

Vor dem ersten Spiel in der kleinen Nebenhalle gegen das Mixteam gab es für deutschen Damen erstmal eine schlechte Nachricht: die Torhüterin der Gegnerinnen hatte kurzfristig abgesagt, als Ersatz sollten die beiden Torhüter der slowakischen Herrennationalmannschaft einspringen. Doch die Deutschen  ließen sich davon nicht beeindrucken und starteten gut ins Spiel. Durch viele gelungene Kombinationen und einen guten Torabschluss konnten sie sich von Anfang an eine deutliche Führung herausarbeiten. Zum Ende des ersten Viertels stand es bereits 8:2. Auch im Verlauf des weiteren Spiels ließen sich die Damen nicht von der Lacrosse-artigen Spielweise der Gegnerinnen beeindrucken und zogen ihr Spiel durch, so dass der Sieg nie wirklich in Gefahr war. Zu Erwähnen ist auch die gute Leistung der Schiedsrichter, die sich an das Intercrosse-Regelwerk hielten, wodurch den Deutschen viele Penaltys zugesprochen wurden. Am Ende stand ein sehr gutes Ergebnis für die deutschen Damen: 26:19.

Kohl, K. 7
Lohmann, A. 2
Matull, K. 5
Niemeyer, F. 2
Schröder, Le 4
Schröder, Li 2
Stevermüer, D. 1
Strilziw, S. 4

Den Start des zweiten Spiels – gegen Vopice – verschliefen die deutschen Damen. Sie begannen nervös und ließen durch mangelnde Präzision im Passspiel und Unstimmigkeiten in der Abwehr eine Führung des Gegners zu. Doch die Damen gaben nicht auf und kämpften sich langsam zurück ins Spiel. Im weiteren Verlauf blieb das Spiel hart umkämpft. Besonders im vierten Viertel wechselte die Führung häufig, mal lagen die Deutschen vorne, mal die Tschechinnen. 30 Sekunden vor Schluss erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Bei einem Spielstand von 27:27 konnte die deutsch Torhüterin Sandy Bökelmann drei Schüsse der Tschechinnen abwehren, den darauf folgenden Konter schlossen die Deutschen erfolgreich ab und so endete das Spiel denkbar knapp mit 28:27.

Kohl, K. 3
Lohmann, A. 3
Matull, K. 7
Niemeyer, F. 4
Schröder, Le 2
Schröder, Li 3
Stevermüer, D. 1
Strilziw, S. 5

Alle Ergebnisse des Spieltages im IWI:

Mixteam – Vopice 34 : 29

Deutschland – Mixteam 26 : 19

Vopice – Deutschland 27 : 28