Bronze für die deutschen Herren

Nach der enttäuschenden Niederlage im Halbfinale gegen Italien hatte die deutsche Mannschaft noch zwei Spiele vor der Brust.

Am Morgen trafen die Deutschen auf Team Alpine und gewannen mit 27:13. Das Mixteam aus Frankreich und der Schweiz konnte einige schöne Tore erzielen. Der Sieg Deutschlands war aber zu keiner Zeit in Gefahr. Sven Kaiser, am Vortag noch verletzt ausgeschieden, biss die Zähne zusammen und spielte beide Spiele durch. Trotzdem ließ die nächste Hiobsbotschaft nicht lange auf sich warten. Michael Baginski musste nach einem Zusammenprall mit einem Schweizer mit starkem Nasenbluten vom Feld und konnte erst im zweiten Spiel wieder mitwirken. Dominik Drese musste mit seinem schmerzenden Fuß ebenfalls aussetzen. Das Team überließ ihm aber solidarisch zwei Penaltys, die er auf einem Bein verwandelte und somit schaffte er es trotzdem auf die Scorerliste.

Torschützen der Deutschen:

M. Baginski 1
D. Drese 2
U. Freitag 4
D.Gerhard 6
M.Hollmann 1
S.Kaiser 1
S.Krabbe 6
C.Treis 4

Im zweiten Spiel ging es gegen die slowakische Auswahl um den dritten Turnierplatz, da diese das Team Alpine am gestrigen Abend ebenfalls schlug. Die Slowaken schenkten den Deutschen nichts, stellten wie im Vorrundenspiel die Passwege zu und verteidigten eng. Doch Deutschland ließ sich nicht verunsichern und spielte viele gefährliche Angriffe. Dieses führte zu einem 8:8 zur Halbzeit. In der zweiten Spielhälfte konnten die Vorgaben des Trainers, Thomas Weber, vor allem in der Defensive besser umgesetzt werden. Dies führte am Ende des dritten Viertels zu einer acht Tore Führung (17:9). Bis zum Spielende blieb diese ungefährdet und es endete 25:16 für Deutschland.

Torschützen der Deutschen:

M. Baginski 4
U. Freitag 1
D.Gerhard 2
M.Hollmann 4
S.Kaiser 1
S.Krabbe 6
C.Treis 7

Eine insgesamt starke Leistung der Deutschen wurde schlussendlich mit dem dritten Platz und damit der Bronzemedaille belohnt.

Im Finale trafen die Italiener auf die Tschechischen Titelverteidiger. Über lange Strecken wirkte das Spiel deutlich aus Sicht der Tschechen. Am Ende gaben die Italiener zwar noch einmal Alles, unterlagen aber dennoch mit 22:27. Sturmspitze Rocco Attina aus Italien verletzte sich in der letzte Minute unglücklich am Oberschenkel.

Am Ende wurde also Tschechien, wie bereits erwartet, Intercrosse Weltmeister.

Spannung bei den Damen

Im Endspiel musste sich die deutsche Nationalmannschaft erneut dem tschechischen Team Vopice stellen, gegen das sie bisher einmal gewonnen, aber auch eine Niederlage hatten einstecken müssen. Beide Teams begannen zunächst nervös, sodass viele Angriffe nicht abgeschlossen wurden. Doch dann fingen sich beide und es entstand ein spannendes und sehr ausgeglichenes Spiel. Den Damen gelang es endlich ihr gewohntes Spiel durchzuziehen und sich viele gute Torchancen herauszuspielen. Jedoch scheiterten sie wiederholt am starken Torhüter Jan Sedník. Dennoch erarbeiteten sich die Deutschen eine knappe Führung, die sie bis zum Beginn des letzten Viertels halten konnten. Doch drehten die Tschechinnen noch einmal richtig auf und führten zwischenzeitlich mit zwei Toren. Vier Minuten vor Spielende nutzten die Deutschen dann eine Auszeit, um sich neu zu sortieren und sich taktisch einzustellen. Mit konsequentem Pressing setzen sie die Tschechinnen unter Druck, die mit dieser Maßnahme große Probleme hatten und den Ball immer wieder verloren. Nachdem Katharina Matull einen Penalty erfolgreich verwandelte und damit den Ausgleich herstellte, schoss Lena Schröder in der letzten Spielminute das entscheidende Tor. Somit konnte die deutsche Mannschaft mit einem knappen 19:18 den Turniersieg feiern.

Kohl, K.  3
Lohmann, A.  6
Matull, K.  4
Schröder, Le 1
Schröder, Li 0
Stevermüer, D. 1
Strilziw, S. 4